Herzlich willkommen bei der Stiftung
»Demokratie von unten bauen«

Zivilgesellschaft stärken, Demokratie fördern

Demokratie ist eine Praxis: Sie wird gemacht, wenn sich Menschen begegnen und gemeinsam handeln. Wenn sie miteinander ins Gespräch kommen, zuhören und ihr Gegenüber ernst nehmen. Wenn sie ihre Unterschiede überwinden und Entscheidungen treffen – gemeinsam. Wenn sie politisch handeln, auch im Kleinen, jenseits der großen Bühnen der Politik. Im Alltag.

Demokratie braucht den Gestaltungswillen und das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Menschen, die sich mit einem demokratischen Kompass durch ihre Lebenswelt bewegen und sich gegenseitig unterstützen. Die sich im Geiste der offenen Gesellschaft zu Wort melden, die sich einmischen, die handeln. Die bereit sind, mit Empathie auf jene zuzugehen, die ihnen fremd sind. Die für ihre Freiheit und ihre Rechte ebenso einstehen wie für die Rechte anderer – weil Solidarität mit den Anderen zu den Säulen eines demokratisch verfassten Gemeinwesens gehören.

Dafür braucht sie Lernorte, an denen Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen werden können. Sie braucht Gelegenheiten, bei denen sich Menschen in ihrer Verschiedenheit begegnen und respektvoll austauschen. Sie braucht den Blick nach vorne und über den Tellerrand, in eine gemeinsame Zukunft und in ein offenes Europa – gerade im ländlichen Raum.

In diesem Sinne fördert die Stiftung „Demokratie von unten bauen“ Projekte in Brandenburg, die eine aktive Bürgerschaft stärken. Sie unterstützt zukunftsorientierte, umweltbewusste und handlungsfreudige Menschen, die mit Kreativität und ihrer Lust an Veränderung Gesellschaft in einer Weise gestalten wollen, dass auch nachfolgende Generationen eine lebenswerte, glückliche Zukunft haben.

Förderfähig sind nur Projekte nachgewiesen gemeinnütziger Träger, die in Brandenburg stattfinden. Es wird geraten, vor Einreichen eines Antrags die Projektidee kurz per Email zu schildern. Genaueres erfahren Sie unter Förderungen.

Bisher unterstützten wir beispielsweise:

Heimatkunden

Menschen unterschiedlicher Herkünfte, Professionen, politischer Orientierung begegnen sich und tauschen sich aus über einen Begriff, der unterschiedlich gefüllt werden kann, jedoch wesentlich ist für eine politische Verortung: Heimat. Die hochkarätig besetzte Gesprächsreihe hatte zum Ziel, ein Bewußtsein für den Begriff schaffen und ein Gespräch darüber beginnen, wie die eigene Heimat auch für andere zu einer Heimat werden kann. Was ist uns wirklich wichtig in unserem Zusammenleben?

Spuren vor Ort – Jüdisches Leben in der Grundschule erforschen

Grundschulkinder widmeten sich 5 Tage lang dem Thema Nationalsozialismus. Sie erkundeten historische Zusammenhänge an ihren Lebensorten und erarbeiten abschließend Biografien von jüdischen Kindern, die während der NS- Zeit gelebt haben. Das Projekt legte Wert auf produktionsorientiertes Lernen, wobei das Ziel darin bestand, dass die Kinder die Biografien im historischen Kontext verstehen und anschließend überlegen, wie sie diese so darstellen, dass andere Kinder und Erwachsene ebenso an ihrem Wissen teilhaben können. Die Präsentation erfolgte in Form einer Ausstellung.

Kommunale Integrationsstrategien für Vielfalt und Teilhabe

Das Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des Vereins zur Förderung der Bildung Salzwedel e.V. unterstützt Gemeinde, Städte und Landkreise durch Kommunale Konfliktberatung bei der Bearbeitung von Spannungen und Konflikten im kommunalen Zusammenleben.

Im Rahmen des Projekts „Kommunale Integrationsstrategien für Vielfalt und Teilhabe“ wird ein Beratungsprozess mit der Stadt Fürstenberg/Havel durchgeführt, der auf eine große Bereitschaft zur Mitarbeit bei vielen lokalen Akteuren trifft. Hierbei geht es um das Miteinander und die Teilhabe verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in der Stadtgesellschaft sowie der lokalen Identität vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche.

In einer Vielzahl von Gesprächen mit Akteuren z.B. aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Integration, Schule und verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen konnten Konflikthintergründe und -dynamiken identifiziert und in systemischen Situations- und Konfliktanalysen aufbereitet werden. In verschiedenen Gesprächsrunden wurden diese Konfliktkarten vorgestellt, besprochen und ein Reflexionsprozess zum Konfliktgeschehen und der eigenen Rolle und Handlungsmöglichkeiten darin angestoßen.

Weiterführende Informationen unter:
K3B-Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des VFB Salzwedel e.V.
29410 Salzwedel | www.k3b-saw.de

Eine Übersicht aller von uns geförderten Projekte finden Sie hier!